Wissenswertes über den Halbendorfersee

Und hier einige interessante Details zur Entstehung des Campingplatzes und vom Dorf Halbendorf

Aus dem ehemaligen Tagebau „Trebendorfer Felder“ entstand über viele Jahre hinweg eines der schönsten Naherholungsgebiete der Region. Bis 1969 wurde aus dem jetzigen Badesee Braunkohle gefördert. Die tiefste Stelle des See`s liegt daher bei ca. 26 mDer See hat eine Fläche von ca. 80 ha, ist ca 2 km lang und 400 m breit. Anfang der 80er Jahre begann der Zweckverband Grubenseen den Grundstein für das heutige Erholungsgebiet zu legen. 1982, am 22. Mai konnte der Tagesstrand der Öffentlichkeit zur Nutzung übergeben werden.

Nach der Wende wurde der Campingplatz und seine Anlagen als kommunaler Platz weitergeführt. 1995 konnten durch Fördermittel des Freistaates Sachsen, umfangreiche Baumaßnahmen welche die Attraktivität des Platzes erhöhten, durchgeführt werden. Dazu gehörten der Bau einer Wasserrutsche (Länge 67 m) und der Bau der Minigolfanlage

Die Campingplätze Textil und FKK liegen in den Außenbereichen der Gemeinde Schleife und des Ortsteil Halbendorf. Der Textil – Campingplatz fügt sich, mit seinem vielseitigem Baumbestand, in das Orts- und Landschaftsbild der Heide- und Teichlandschaft sehr gut ein. 1997 wurde der Campingplatz bzw. das Erholungsgebiet am Südufer des See`s um einen separaten FKK – Campingplatz erweitert. Trotz der räumlichen Trennung bilden beide Teile eine harmonische Einheit. Das Erholungsgebiet mit den beiden Plätzen ist Bestandteil eines Landschaftsschutzgebietes. Ein Teil des Sees und der Uferbereiche dient der Erholungs- und Freizeitnutzung (Campingplätze und Badebetrieb ), wobei der andere Teil des Sees und die Ufergebiete mit ihren Röhrichtbereichen dem Naturschutz vorbehalten sind. Diese Gebiete können nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreicht werden.


Die Parkmöglichkeiten befinden sich außerhalb bzw. am Rand des Landschaftsschutzgebietes. Im Bereich des Campingplatz wurden zahlreiche Nisthilfen für Vögel und in der näheren Umgebung auch für Störche eingerichtet. Die Campingplätze befinden sich auf geneigtem Wiesengelände, wobei der Untergrund sandiger Boden ist. Oberflächen- oder Regenwasser versickert im Boden bzw. fließt in die Mulden der Randbepflanzung ein und versickert dort. Die Plätze benötigen keine zentrale Entwässerung. Auf beiden Campingplätzen werden im Sanitärbereich wassersparende Armaturen, die automatisch schließen, eingesetzt. Die Duschanlagen arbeiten mit Münzkontaktgeber. Durch die Installation dieser Anlagen wird viel Wasser und demzufolge auch Abwasser gespart. Die Erwärmung des Wassers erfolgt mit Erdgas bzw. mit Flüssiggas auf dem FKK-Campingplatz.

Und hier noch einige Anmerkungen zu unserer Region. Sie liegt im Siedlungsgebiet der Sorben und wird noch heute durch ihre Zweisprachigkeit geprägt

Halbendorf liegt zwischen Weißwasser und Schleife. Erwähnt wurde der Ort erstmalig 1597 im Kaufvertrag der Standesherrschaft Muskau als „das Dorf Breßlug mit synem freyen Kretschmer“ Das ist der alte Name von Halbendorf und bedeutet Birkensumpf. Der sorbische Name ist noch heute Brezowka und wird vom altslawischen breza = Birke abgeleitet. Ursprünglich lag der Ort auf dem Hügel zwischen Halbendorf und Trebendorf, umgeben von Sümpfen und Wiesen. Im Dreißigjährigen Krieg brannte alles nieder. Danach wurde das Dorf am heutigen Standort nur zur Hälfte aufgebaut, was ihm den Namen Halbendorf einbrachte. Dieser Name wurde 1753 erstmals erwähnt. Im Jahr 1786 brannte das Dorf nochmals bis auf zwei Scheunen völlig ab und wurde dann mit Hilfe der Nachbargemeinden und Gelder des Grafen von Pückler wieder aufgebaut.

Close Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.